Frauen halten die Hand weiter auf

Enthüllt: So viel kassieren Porno-Stars für Sex-Drehs

Anna Polina
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Pornostar Anna Polina posiert am Strand von Cannes für Fotografen.

New York - Über Pornos redet man nicht. Über Geld auch nicht. Insofern bricht die seriöse CNBC gleich zwei Tabus auf einmal: Der TV-Sender hat die Sex-Gehälter der Porno-Branche enthüllt.

Der TV-Sender CNBC hat auf seiner Homepage die Einnahmen im Porno-Business enthüllt. Basis sei eine Umfrage unter verschiedenen Beteiligten aus der Erotikbranche.

Beginnen wir mit dem "Durchschnitt": Demnach bekomme eine Dame für eine Standard-Szene zwischen Mann und Frau typischerweise zwischen umgerechnet 740 Euro (800 Dollar) und 920 Euro (1000 Dollar). Für eine Lesben-Szene sogar mehr. Das Porno-Business ist eine der wenigen Branchen, in denen die Männer schlechter verdienen. Denn die Gespielen müssen sich mit durchschnittlich 460 bis 550 Euro pro Szene oder Tag zufrieden geben.

Natürlich gebe es Ausreißer nach oben, heißt es in dem Bericht. Weibliche Top-Stars könnten in Ausnahmefällen bis zu umgerechnet 1850 Euro für eine Szene verdienen, männliche Superstars bis zu 1390 Euro. Und wer sich für besonders extreme Praktiken hergibt, kann die Hand sogar noch weiter aufhalten. Frauen für bis zu 2310 Euro.

Interessant: Newcomerinnen verdienen zunächst mehr, erklärt ein Fachmann. Denn die Konsumenten dürsten nach unbekannten Gesichtern und Körpern. "Wenn die Mädchen neu im Geschäft sind, denke ich, können sie Extra-Geld für verschiedene Sexhandlungen verlangen", wird Steven Hirsch, Chef des Erotik-Giganten Vivid, zitiert. "Zunächst können sie mehr Geld verdienen. Danach hängt es davon ab, wie populär sie werden."

Und auch wenn der Porno-Gucker nur die Darsteller sieht - rund um die Kamera wuseln wie bei jedem anderen Film noch weitere Menschen. Auch für die gibt's Zahltag! Laut CNBC liegt das Geld für einen Regisseur bei 740 bis 2770 Euro, für Kameramänner und -Frauen bei 460 bis 650 Euro. Und tatsächlich wirken an einem Dreh auch Tontechniker, Produktionsassistenten, Drehbuchautoren (!), Fotografen und Visagisten mit, die ebenfalls verdienen - natürlich weniger als die Menschen vor der Kamera.

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Nikki Benz ist einer der Superstars der US-Pornobranche. Sie war auch im Mainstream-TV (etwa auf MTV zu sehen).
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Sarah Vandella.
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Kurzum: Sex ist harte Arbeit. Die auch entsprechend bezahlt wird. Aber für viele wohl immer noch viel zu niedrig, um ihren Körper für Geld herzugeben.

lsl.

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